Den Nachlass rechtzeitig regeln

20. Jul 2026

Die Regelung der eigenen Nachfolge wird häufig aufgeschoben. Dabei kann eine frühzeitige Planung dazu beitragen, das Vermögen entsprechend den persönlichen Vorstellungen weiterzugeben, steuerliche Belastungen zu reduzieren und spätere Streitigkeiten innerhalb der Familie zu vermeiden.

Der Financial Planning Standards Board Deutschland e. V. – FPSB Deutschland – hat hierzu eine aktuelle Pressemitteilung mit wichtigen Hinweisen veröffentlicht.

Die wesentlichen Punkte der Nachfolgeplanung

Erbfolge bewusst festlegen
Ohne Testament oder Erbvertrag gilt die gesetzliche Erbfolge. Diese entspricht jedoch nicht immer den persönlichen Vorstellungen. Durch klare Regelungen können Vermögenswerte gezielt zugeordnet, Erbengemeinschaften vermieden und Pflichtteilsansprüche berücksichtigt werden.

Vermögen bereits zu Lebzeiten übertragen
Schenkungen können eine sinnvolle Ergänzung zur testamentarischen Nachfolge sein. Persönliche Freibeträge können grundsätzlich alle zehn Jahre erneut genutzt werden. Rückforderungsrechte, Widerrufsvorbehalte oder Nießbrauchsrechte können dabei helfen, die eigene Absicherung zu erhalten.

Erbschaft- und Schenkungsteuer vorausschauend gestalten
Freibeträge, Übertragungen zwischen Ehegatten, die Einbeziehung von Kindern und Enkeln sowie Nießbrauchsgestaltungen können die steuerliche Belastung erheblich beeinflussen. Voraussetzung ist eine rechtzeitige und auf die persönliche Vermögensstruktur abgestimmte Planung.

Liquidität für eine mögliche Erbschaftsteuer sichern
Auch nach einer steuerlichen Optimierung kann eine Steuerbelastung verbleiben. Deshalb sollte geprüft werden, ob den späteren Erben ausreichend Liquidität zur Verfügung steht, damit Immobilien, Beteiligungen oder andere Vermögenswerte nicht unter Zeitdruck verkauft werden müssen.

Typische Fehler vermeiden
Unwirksame oder unklare Testamente, nicht bedachte Pflichtteilsansprüche, problematische Erbengemeinschaften, ungewollte Schenkungen über Gemeinschaftskonten oder fehlende Regelungen bei Auslandsbezug können erhebliche rechtliche und steuerliche Folgen haben.

Vorsorge für Krankheit und Handlungsunfähigkeit treffen
Eine vollständige Nachfolgeplanung umfasst regelmäßig auch Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung. Ergänzend sollte ein Notfallordner mit Vollmachten, Verträgen, Versicherungen, Ansprechpartnern und Informationen zum digitalen Nachlass angelegt werden.

Den vollständigen Artikel des FPSB Deutschland finden Sie hier:
Den Nachlass rechtzeitig regeln: Tipps und Tricks für die private Nachfolgeplanung

Den Nachlass rechtzeitig regeln
Den Nachlass rechtzeitig regeln

Wir begleiten Ihre Nachfolgeplanung

Eine erfolgreiche Nachfolgeplanung verbindet persönliche Wünsche mit erbrechtlichen, steuerlichen, wirtschaftlichen und finanziellen Überlegungen. Einzelmaßnahmen sollten deshalb nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit der gesamten Vermögens- und Familiensituation betrachtet werden.

Viele der Partner und Steuerberater unserer Kanzlei Melzer & Kollegen verfügen mit Ihren unterschiedlichen Fachberatertiteln (Unternehmensnachfolge DStV e.V; Vermögens- und Finanzplanung DStV e.V, Internationales Steuerrecht, zertifizierter Estate Planner (CFEP®) über die besten Voraussetzungen und die notwendige Expertise, um Sie bei der Regelung Ihrer privaten oder betrieblichen Nachfolge umfassend und professionell zu begleiten.

Wir unterstützen Sie insbesondere bei der Entwicklung eines tragfähigen Nachfolgekonzepts, der steuerlichen Optimierung von Schenkungen und Erbfällen sowie bei der Abstimmung mit Rechtsanwälten, Notaren, Banken und weiteren beteiligten Beratern.

Sprechen Sie uns gerne frühzeitig an – denn eine gute Nachfolgeplanung benötigt Zeit.

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